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REACH in der Praxis

 

 

Der Fachworkshop Nr. 11: Zugang und Nutzung der REACh-Daten durch die Vollzugsbehörden

Veranstalter:  Umweltbundesamt (UBA)
Ort: UBA Berlin, Bismarckplatz 1, 14193 Berlin, Raum Nr. 1134
Datum: 31.08.2010
Zeit: 12.30 - 16.30

 
>> 1. Hintergrund
>> 2. Inhalte des Fachworkshops
>> 3. Zielgruppe
>> 4. Programm

 
1. Hintergrund

Am 30.11.2010 läuft die erste Registrierungsfrist für sogenannte „Phase-In-Stoffe“ unter REACh ab. Dann werden die Registrierungsdaten für alle Chemikalien vorliegen, die in einer Jahres-Menge von 1000 Tonnen pro Registrant herstellt oder importiert werden. Zum gleichen Zeitpunkt laufen die Registrierungsfristen für CMR-Stoffe (krebserregend (cancerogen), erbgutverändernd (mutagen), reproduktionstoxisch) mit einer Produktionsmenge von 1 Tonne pro Jahr sowie für Stoffe, die sehr giftig für Wasserorganismen sind und langfristig Schäden in der aquatischen Umwelt verursachen können (Stoffe mit der Einstufung R50–53) mit einer Jahresmenge von 100 Tonnen und mehr ab. Damit werden für mehrere Tausend Stoffe Datensätze über Stoffeigenschaften und Verwendungen in der ECHA-Datenbank zur Verfügung stehen.

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die ECHA Registrierungsdaten von etwa 200 Stoffen im Internet veröffentlicht. Sie sind zu finden unter: http://apps.echa.europa.eu/registered/registered-sub.aspx

Neben den allgemein über das Internet zugänglichen Stoffdaten verfügt die ECHA über weitere Stoffdaten. Diese sind nicht im Internet verfügbar. Für die lokalen Vollzugsbehörden sollen jedoch Möglichkeiten geschaffen werden, den Zugriff auch auf diese Daten zu erlauben. Entsprechende Vorarbeiten bei der ECHA sowie auf nationaler Ebene laufen gerade.

Regionale und lokale Vollzugsbehörden sollen, wenn für ihre Vollzugsaufgaben weitere Informationen über Eigenschaften und Wirkungen von Stoffen erforderlich sind (siehe dazu auch Workshop Nr. 7 der Reihe REACH in der Praxis), auf die unter REACh generierten Stoffdaten zugreifen können.

  
2. Inhalte des Fachworkshops  

Im Rahmen des Workshops wird dargestellt, welche Daten durch die Industrie zur Erfüllung der Anforderungen gem. REACH zusammengetragen werden. Es wird erläutert, welche Informationen von der ECHA gem. REACH öffentlich zugänglich gemacht werden müssen und wie der Zugang zu diesen Daten vorgesehen ist.

Die Konzepte und Zeitpläne des Datenzugangs für die verschiedenen Akteure in den Landes- und Bundesbehörden werden präsentiert. Am Beispiel der PNECs sollen Verfahren der Qualitätssicherung der Daten vorgestellt werden. In Diskussionsrunden mit Vertretern der Länderbehörden im April und Juli 2010 wurden Fragen und Antworten aus der Praxis der Nutzung von REACH-Informationen im anlagenbezogenen Vollzug diskutiert. Die Ergebnisse wollen wir auf dem Workshop präsentieren und mit Ihnen diskutieren.


3. Zielgruppe und Anmeldung

Der Workshop richtet sich an Vertreter aus Bundes- und Länderbehörden, für die die durch REACH generiert Stoffinformationen nützlich sein werden.

Die Vorträge und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden aber allen Interessierten über die Internetadressen: www.reach-konferenz.de und www.reach-info.de zur Verfügung gestellt. Dort finden Sie auch die Materialien der bereits durchgeführten Workshops der Reihe "REACH in der Praxis".

 
4. Programm 
   
Moderation: Dirk Jepsen, Ökopol
   
   
12.15 Uhr Begrüßungskaffee
   
12.45 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema
Der aktuelle Workshop und die "REACH in der Praxis"- Reihe
Nannett Aust, Umweltbundesamt
   
13.00 Uhr Datenzugang nach REACh – Rechtliche Rahmenbedingungen
Prof. Dr. Martin Führ, sofia, Darmstadt
   
13.30 Uhr Welche Daten werden verfügbar sein durch REACH?
Gerlinde Knetsch, Umweltbundesamt
   
14.00 Uhr Zugang zu den REACH-Daten der ECHA, Organisation, Konzepte und Zeitpläne sowie Datenrecherchemöglichkeiten 
Manfred Heising, BAuA, Dortmund
   
14.45 Uhr Kaffeepause
   
15.00 Uhr Verfahren zur Qualitätssicherung der Daten am Beispiel der PNECs
Christiane Heiß, Umweltbundesamt
   
15.30 Uhr Nutzung der Stoffdaten im umweltrechtlichen Vollzug
Ergebnisse aus Diskussionsrunden mit Vertretern der Länderbehörden ("Fokusgruppen")
Dr. Felix Geldsetzer, Bayrisches Landesamt für Umwelt
   
16.15 Uhr Schlussbemerkungen
Zusammenfassung und Ausblick
Nannett Aust, Umweltbundesamt
   
16.30 Uhr Ende des Workshops